Vegan for Fit Challenge

On 27 November, 2012 by andrea

Anfang Oktober habe ich von der Vegan for Fit Challenge von Attila Hildmann erfahren und sofort das Buch bestellt. In den letzten 11 Jahren habe ich mich abgesehen von 2 Jahren schon vegetarisch ernährt und nach anfänglicher Skepsis dann auch mit veganer Ernährung beschäftigt. Schnell musste ich zugeben, dass dies mir sowohl aus gesundheitlichen, als auch ökologischen und ethischen Gründen als am klügsten erschien. Doch zwischen der Erkenntnis und einer dauerhaften Veränderung vergeht oft eine gewisse Zeit. In dieser habe ich mich sehr viel informiert und ganz besonders darauf geachtet von wem welche wissenschaftliche Studien finanziert wurden und was ihre Ergebnisse waren. Ich habe schon seit mehreren Jahren sehr auf Inhaltsstoffe von Lebensmitteln geachtet, doch nach und nach wurde mir trotzdem noch einmal vermehrt klar, wie wir von der Lebensmittelindustrie und den Pharmakonzernen wirklich verarscht werden. Man kann es nicht anders nennen und es ist zum wütend werden. Sicher ist Ernährung nicht der einzige Bereich, indem man umdenken sollte, doch es ist ein sehr großer Anfang für sich und seine Umwelt. Hier werde ich nun jedoch einen Absatz machen, damit das eigentliche Thema im Fokus bleibt.

30 Tage vegan

Attila Hildmann bietet mit seinem Buch “Vegan for Fit” meiner Meinung nach eine Art Brücke, die es jenen Zweiflern wie mir (ich konnte mir nicht vorstellen ohne Käse zu leben) erleichtert sich vegan zu ernähren. Die Rezepte sind fast alle sehr einfach und auch an die Lebensmittel gewöhnt man sich schnell. Auf die Vegan for Fit Einkaufsliste kommt zu Beginn meist ein Vorrat an Agavendicksaft, Mandelmus, Cashewmus, Tofu, Sojamilch, gepopptes Amaranth, Hirse, Quinoa und Co. Mir fiel es am Anfang sehr schwer mich zwischen den tollen Rezepten zu entscheiden und nach nun weitaus mehr als 30 Tagen kann ich sagen, dass ich wirklich alles lecker fand. Die Pancakes zum Frühstück, leckere mexikanische Auberginenschiffchen, Pralinen zur Belohnung und noch vieles mehr steht weiterhin auf meinem Speiseplan.

Das Konzept der Challenge ist darauf ausgerichtet seinen Körper noch einmal auf 0 zu stellen und ihm volle Energie zu geben. Morgens wird dann ein Gericht der Stufe 2 gegessen (Kohlenhydrate), mittags ist die Wahl zwischen Stufe 1 (kohlenhydratarm) und 2 angesagt und abends gibt es dann vor 19 Uhr eine eiweißreiche Mahlzeit nach Stufe 1. Hungern muss während der Challenge niemand und die meisten nehmen sogar enorm ab, obwohl sie so gesund schlemmen.

Sport steht selbstverständlich auch auf dem Plan, denn der gehört zu einer gesunden Lebensweise unabdingbar dazu. Diesem Bereich werden in dem Buch auch einige Seiten gewidmet und man wird motiviert sich mehr zu bewegen und in die Natur zu gehen.

Der mentale Aspekt sollte bei der Beschreibung von Vegan for Fit allerdings auch nicht zu kurz kommen. Häufig merkt man schon schnell, dass man voller Energie ist und weniger Schlaf benötigt als zuvor. Ich fühle mich seitdem ich mich nach diesem Prinzip ernähre einfach besser. Es ist schwer zu sagen, aber ich bin einfach glücklicher und viel mehr mit mir im Reinen. Da das sehr viele berichten (auf Facebook kann man sich in der Vegan for Fit Gruppe toll austauschen) komme ich mir auch nicht ganz so esoterisch vor, wenn ich sowas sage ;)

Das waren jetzt so grob die Fakten denke ich.

Ich habe die Challenge in erster Linie gemacht, um endlich den Weg zu einer Lebensweise zu finden, die immer weniger tierische Produkte beinhaltet. Ich habe mich schnell fitter gefühlt und ausgeglichener. An cm habe ich ein wenig abegnommen, jedoch leider nicht mehr und auch nicht an Gewicht, obwohl ich sogar nur morgens Kohlenhydrate in Form von Hirse oder Amaranth gegessen habe. Doch das war für mich kein grund aufzuhören. Anstatt zu fragen “Warum sollte ich es weiter machen?” fing ich viel mehr an zu fragen “Warum sollte ich sowas wieder essen?”. Ich habe in den Tagen besser gegessen und mich besser gefühlt denn je. Zu alten Gewohnheiten zurückzukehren wäre also nicht gerade sinnvoll. Nun sind die 30 Tage schon eine Weile vergangen und ich halte mich weiterhin an alle Regeln ( 2 Ausnahmen gab es dank Konferenz mit nicht wirklich veganem Essen). Ich werde mich auch nicht damit unter Druck setzen, möchte mich aber weiterhin vegan und nach den VFF Richtlinien ernähren, weil ich davon überzeugt bin, dass dies der gesündere Weg ist.

Besonders schnell geht es immer Pesto zu zaubern und dazu Gemüse Spaghetti aus Zucchini zu zaubern. Ich habe mir dafür den Spiralschneider von Gefu gekauft und bin sehr zufrieden.

Das Buch ist auf jeden Fall auch (das “Vegan for Fun” von Attila Hildmann auch) sehr empfehlenswert für alle, die sich und ihrer Umwelt einfach etwas Gutes tun wollen nach dem Motto “Jedes Essen zählt”. Sich einfach einmal darauf einlassen und sehen, wie gut vegan schmecken kann und wie gut es sich anfühlt.

Man sollte meiner meiner Meinung nach gar nicht so lange darüber nachdenken, ob man die Challenge macht oder nicht. Diskutiere nicht mit dir selbst- was soll man schon in den 30 Tagen verlieren, außer schlechte Laune, Pickel und Gewicht? ;)

Spiralschneider

14 Responses to “Vegan for Fit Challenge”

  • Danke Wonni und viel Spaß :)

  • :)

  • Ich finde deinen neu beschrittenen Weg toll.
    Auch ich lebe überwiegend vegan(ganz kleine Ausnahmen bestätigen die Regel)aus ethischen und ökologischen Gründen.
    Es müssten noch viel mehr Menschen umdenken,aber ich glaube der Grundstein ist gelegt.
    LG

  • Danke für deine tollen Berichte über “Vegan for fit” :-) Ich bereite mich gerade auf die Challenge vor und schaue die ganzen Youtube Filmchen rauf und runter und fand Deine da immer besonders sympatisch :-)

    LG

    Wonni

  • :)

  • Jaaaaaaaaa du ernährst dich vegan <3<3<3
    Ich auch ;-)
    Liebste Grüße
    Katha

  • Das ist ja kalsse :) Mein freund ist eigentlich Alles-Esser- isst aber auch alles mit und fühlt sich super! Liebe Grüße

  • Hey Esther, ich kann dich da sher gut verstehen. Wenn man auch abends Hunger hat und 3 Mal am tag nach dne Rezepten kocht, dann ist es in den 30 Tagen schon etwas teurer. viele haben abends ja keinen Hunger, weil sie so gesättigt sind durch die Rezepte- dadurch geben sie natürlich weniger aus. Aber ich denke, dass das Buch trotzdem sehr lohnenswert ist, um langsam einzusteigen und zu wissen, wie man lecker vegan essen kann. Das mit der Uhrzeit verstehe ich auch gut, aber ich war erstaunt wie lange Rezepte ohne Kohlenhydrate satt machen können! Ganz liebe Grüße

  • Sehr gerne- cih wünsch dir dann viel Spaß damit :)

  • Ich danke dir für diesen eintrag und den tipp mit dem schäler!! Hab schon mal nen tvbeitrag über die challenge gesehen und fands totalminteressant! WeRd mir das buch und den schäler von meinem freund zu weihnachten wünschen :)

    Glg

  • Hallo Andrea,
    mir geht es mit dem Veganismus ähnlich wie dir VOR der Challenge, aber neben Kosten für das Ganze (denn hey, schon alleine 30 Euro für ein Kochbuch… na ich weiß nicht) und vor allem die Tatsache, dass ich nach 19 Uhr nichts mehr essen darf und somit nach der Uni sterben müsste. Immerhin bin ich oft erst um 21 Uhr zuhause und habe vorher keine Zeit zu essen. …

    Jedenfalls vielen Dank für eine ausführliche Review, und ich muss schon zugeben, trotz dem inneren Schweinehund reizt es mich doch sehr. Auch wenn ich überlege, einfach einen veganen Tag in der Woche einzulegen und dass dann bewusst auszuweiten. Aber wohl nach Weihnachten und Plätzchen :)

  • Sehr schön geschrieben!

    Ich bin heute bei Tag 20 – sogar mein Freund macht mit und für uns beide ist klar: Wir bleiben vegan:)

    Liebe Grüße!

  • Ich wünsch dir ganz viel Spaß während der Challenge- ich kann sie wirklich mit gutem Gewissen weitermepfehlen! Und wenn du danach ab und zu vegan kochst, dann ist das doch auch schon klasse! LG

  • Ich finde es total toll, dass du deine Meinung mit uns teilst! Ich werde mir das Buch und ein Startbudget für die Lebensmittel zu Weihnachten wünschen und das vegane Kochen mal ausprobieren (wenn es wieder ruhiger in der Uni wird). Eine Gewichtabnahme muss nicht zwingend sein, aber die Gerichte hören sich so gesund&lecker an, dass ich sie einfach mal testen möchte. Ich weiß allerdings nicht, ob das Vegane auf Dauer etwas für mich ist. Ich lasse es einfach mal auf mich zukommen!
    Liebe Grüße
    Helly

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